Ankündigungen

Willkommen bei der Abteilung Stadt- und Regionalentwicklung

 

Ankündigung Lehrveranstaltungen Wintersemester 2016/17

Im kommenden Wintersemester bietet die Abteilung Stadt- und Regionalentwicklung folgende Lehrveranstaltungen an:
- Vorlesung Stadt- und Regionalentwicklung (für Bachelor Geographie und Lehramt Erdkunde)
- Hauptseminar Theorien, Konzepte und Strategien der Stadtentwicklung (für Master Humangeographie)
- Übung Stadtanalyse und Stadtplanung (für Master Humangeographie)
- Übung Projektsteuerung und -evaluierung (für Master Humangeographie)
- Wahlpflichtmodul Governance und Responsibility – Städte und Regionen in der Transformation zur Nachhaltigkeit (für Master Humangeographie)
Nähere Angaben zu den Veranstaltungsterminen entnehmen Sie bitte dem Vorlesungsverzeichnis.

 

Bayreuther Klimaschutzsymposium am Dienstag, 4.10.2016

klimaschutzsymposiumAm Dienstag, 4. Oktober 2016 findet das Bayreuther Klimaschutzsymposium statt. Bei der Veranstaltung, die von der Bioenergieregion Bayreuth und der Abteilung Stadt- und Regionalentwicklung mit Unterstützung von C.A.R.M.E.N. e.V. und Bayern Innovativ ausgerichtet wird, soll umfassend über Klimaschutzthemen informiert werden. Die Tagung soll zeigen, welche Klimaschutzaktivitäten in der Region Bayreuth bereits laufen. Das Klimaschutzsymposium soll zum Erfahrungsaustausch und zur Diskussion einladen. Unter anderem referiert Professor Manfred Miosga zur Frage, inwiefern Konzepte einer Postwachstumsgesellschaft als Mittel gegen den Klimawandel geeignet sind. Nähere Informationen zum Programm sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

 

 

 

Energiewende konkret – Intensivpraktikum Energiegeographie

Vom 25. August bis zum 2. September fand das zehntägige Intensivpraktikum Energiegeographie statt. Im Rahmen der Exkursion setzte sich eine Gruppe von 14 Studierenden, vornehmlich aus dem Masterstudiengang Humangeographie, mit der Energiewende in Deutschland auseinander. Dafür besuchten sie unter Leitung von Professor Manfred Miosga verschiedene exemplarische Projekte in Süd- und Ostdeutschland. Konkret wurden Bürgerenergiegenossenschaften, kommunale Unternehmungen, der Netzbetreiber Tennet, Bürgerinitiativen, die sich gegen den Bau von Stromtrassen einsetzen, die Braunkohlenachnutzung in der Lausitz, Konzepte für den Ausbau von Elektromobilität und viele weitere spannende Energieprojekte unter die Lupe genommen.

Ziel der Exkursion war es, Veränderungsprozesse im Energiesektor hin zu einem sozial-ökologischen Wirtschafts- und Gesellschaftssystem vom praktischen Beispiel auf andere Fragestellungen der Nachhaltigkeitstransformation zu abstrahieren. Vor allem die konfligierenden Meinungen zum Ausbau von Stromtrassen und Windkraftnutzung weckten aufgrund der Aktualität und des regionalen Bezugs die Neugier der Studierenden. Auch die Erkenntnis, dass technische Lösungen für eine erfolgreiche Energiewende meist vorhanden sind, der Erfolg von Energieprojekten aber oft auf das Management der sozialen Begleitprozesse zurückzuführen ist, spornte die Studierenden an, sich weiter in die energiegeographische Fragestellungen einzuarbeiten.

Wernberg

Die Exkursionsgruppe am Fuße einer Windkraftanlage in der Marktgemeinde Wernberg-Köblitz

 

Stadt- und Regionalentwicklung im Zeichen der Großen Transformation – Internationales Doktorandenkolleg DokoNaRa in Hamburg

Sebastian Norck nahm vom 18. bis 21. Juli am Internationalen Doktorandenkolleg Nachhaltige Raumentwicklung (DokoNaRa) an der HafenCity Universtät Hamburg teil. Die Veranstaltungsreihe DokoNaRa, die in diesem Jahr zum zehnten Mal stattfand, bietet Nachwuchswissenschaftlern verschiedener raumbezogener Disziplinen wie aus den Bereichen Geographie, Raumplanung, Architektur oder Soziologie einen inspirierenden Rahmen, um sich interdisziplinär zu vernetzen und in Werkstattgesprächen laufenden Dissertationsprojekte zur Diskussion zu stellen. Sebastian Norck berichtete in diesem Rahmen in einem Fachvortrag und bei einer Poster-Ausstellung vom Arbeitsstand seines Promotionsvorhabens, in dem er sich Potenzialen und Herausforderungen von Energiesuffizienz als Handlungsfeld der Stadtentwicklung beschäftigt.

 

Gleichwertige Lebensverhältnisse als Herausforderung für Landes- und Regionalplanung – Interview mit Manfred Miosga

Was der Verfassungsauftrag, der gleichwertige Lebensverhältnisse in ganz Bayern zu einem Staatsziel erhoben hat, für die Landes- und Regionalplanung angesichts wachsender räumlicher Disparitäten bedeutet, erläuterte Professor Manfred Miosga in einem Interview mit dem Straubinger Tagblatt. Das Interview können Sie hier nachlesen.

 

„Ladensterben“: Gefahr für die Nahversorgung in ländlichen Regionen – Interviews mit Manfred Miosga und Sebastian Norck

Insbesondere im ländlichen Raum geht die Zahl der Lebensmittelgeschäfte in vielen Regionen Bayerns in den letzten Jahren kontinuierlich zurück. Insbesondere Nordostbayern ist von dieser Entwicklung betroffen, die einerseits auf den Bevölkerungsrückgang in diesem Raum, andererseits auf Entwicklungstrends im Einzelhandel zurückzuführen ist. In einem Interview mit dem Bayerischen Rundfunk sprach Professor Manfred Miosga über die Ursachen und Folgen des "Ladensterbens" im ländlichen Raum. Das Interview zum Thema des Tages bei B5 aktuell vom 19. Mai 2016 können Sie hier hören. Einen Bericht des Nordbayerischen Kuriers, in dem Manfred Miosga ebenfalls zu Wort kommt, können Sie hier lesen.

Bereits am 18. März 2016 war zu einer ähnlichen Thematik, der zunehmenden Konkurrenz für traditionelle Handwerksbäcker und -metzger durch Ketten und Supermärkte, ein Interview mit Sebastian Norck im Nordbayerischen Kurier erschienen. Dieses Interview können Sie hier nachlesen.

 

Kultur, Tourismus und Wissenschaft als Faktoren der Stadtentwicklung

In diesem Jahr findet in Bayreuth die Landesgartenschau statt – Grund genug, sich bereits im Vorfeld bei einer Exkursion mit den planerischen Vorarbeiten zu beschäftigen und die Einbindung der Großveranstaltung in das kulturelle und touristische Angebot der Stadt Bayreuth zu betrachten. Das taten am 17. und 18. Februar 2016 im Rahmen einer Exkursion unter der Leitung von Daniela Boß und Sebastian Norck Studierende des Masterstudiengangs Humangeographie, die sich bei einer Geländeführung von den Baufortschritten am Gelände der Landesgartenschau überzeugen und mit Vertretern von Stadtplanungsamt, Förderverein der Landesgartenschau und Bayreuth Marketing und Tourismus GmbH die Vorbereitungen diskutieren und einen Ausblick auf die geplante Nachnutzung des Geländes riskieren konnten.

LGS2016

Blick auf das Gelände der Landesgartenschau

Ein anschließender zweiter Exkursionstag diente dazu, den projektorientierten Ansatz mit der Landesgartenschau als Großereignis im Fokus mit einem strategischen Ansatz der Stadtentwicklung zu kontrastieren, bei dem die Entwicklung Bayreuths als Wissenschaftsstadt im Mittelpunkt steht. Am städtebaulichen Konzept der Technologieachse zwischen Universitätscampus und Technologiehügel im Stadtteil Wolfsbach ausgerichtet, wurde durch die städtische Wirtschaftsförderung zunächst ein Einblick in die aktuellen Entwicklungen gegeben, bevor ein Besuch im Fraunhofer-Zentrum für Hochtemperaturleichtbau und bei der Neue Materialien Bayreuth GmbH auf dem Programm standen.

NMB-Exkursion

Die Teilnehmer der Exkursion bei der Neue Materialien Bayreuth GmbH

 

Geopolitische Dimensionen des Klimawandels – in Karten (re)produziert

Sebastian Norck hielt bei der zweiten Tagung der Reihe „Zwischen Raum und Zeit, zwischen Geschichte und Geographie“, die am 11. Und 12. Februar 2016 an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg stattfand, einen Vortrag. Vor dem Hintergrund der Ende letzten Jahres erfolgreich abgeschlossenen Klimakonferenz von Paris noch einmal das Thema seiner 2012 verfassten Masterarbeit aufgreifend, beschäftigte sich sein Tagungsbeitrag mit der Frage, wie zeitlich und räumlich sich verändernde geopolitische Vorstellungen die internationale Klimapolitik bestimmen. Er zeigte insbesondere, welche räumlichen Differenzierungen durch kartographische Darstellungen produziert und reproduziert werden. Das räumliche Verständnis von Ursachen und Auswirkungen des Klimawandels bewegt sich zwischen einer globalen Perspektive – klimatische Veränderungen werden als eine grenzüberschreitende Herausforderung für die gesamte Menschheit aufgefasst – und klaren Verortungen von Verursachung und Betroffenheit entlang der Differenzierung zwischen Industrie- und Entwicklungsländern. In Karten finden sich vielfältige Strategien, diese strategischen Deutungen der Räumlichkeit des Klimawandels zu repräsentieren, die Sebastian Norck in seinem Vortrag anhand ausgewählter Beispiele erläuterte.

 

Die Energiewende als kultur- und sozialgeographisches Thema

NKG2016Daniela Boß und Sebastian Norck waren bei der 13. Auflage der Tagung Neue Kulturgeographie, die in diesem Jahr unter dem Titel „Integrative Geographien“ vom 28. bis zum 30. Januar an der Karl-Franzens-Universität Graz stattfand, mit jeweils einem Vortrag vertreten. In ihren Tagungsbeiträgen präsentierten die beiden Ausschnitte ihren Promotionsvorhaben.

Sebastian Norck zeigte in seinem Beitrag, wie eine wachstumskritische Perspektive auf die Energiewende Zugänge für die Neue Kulturgeographie eröffnen kann. Während die öffentliche Debatte über die Umstrukturierung des Energiesystems weitgehend auf technisch-ökonomische Fragen fokussiert ist, werden durch ein Zusammendenken von Energie- und Wachstumswende sozio-kulturelle Praktiken der Energienutzung stärker in den Blick gerückt, womit ein direkter Bezug zu Forschungsschwerpunkten der Neuen Kulturgeographie deutlich wird. Auch die Transitionsforschung als zunehmend in der Geographie etablierter Ansatz zur Untersuchung der Energiewende bietet, so argumentierte Sebastian Norck, interessante Anknüpfungspunkte für die Neue Kulturgeographie, beispielsweise zur Betrachtung der kulturellen Bedingtheit von Infrastrukturen der Energieversorgung.

Daniela Boß beschäftigte sich in ihrem Beitrag mit der Bedeutung von Bürgerenergiegenossenschaften im Zuge der Energiewende. Vor dem Hintergrund jüngerer energiepolitischer Entscheidungen, insbesondere der letzten Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetztes aus dem Jahr 2014, zeigte sie, welche Innovationskraft von einer sozialen Bewegung wie Bürgerenergiegenossenschaften unter veränderten Rahmenbedingungen ausgehen kann und inwiefern diese zu einer Neugestaltung hegemonial verfestigter Kräfteverhältnisse zwischen Markt, Staat und Zivilgesellschaft beitragen können.

 

Aktuelle Veröffentlichung zum Windkraftausbau in Bayern nach Einführung der 10H-Regelung

Gemeinsam mit Dr. Nina Hehn veröffentlichte Professor Dr. Manfred Miosga in der jüngsten Ausgabe der Fachzeitschrift „Informationen zur Raumentwicklung“, die Ende 2015 erschien, einen Beitrag zur Zukunft der Windenergienutzung in Bayern nach der Einführung der 10H-Regelung. In ihrem Beitrag zeichnen die Autoren die Widersprüchlichkeit der Energiepolitik im Freistaat Bayern nach: In Folge der Reaktorkatastrophe von Fukushima im Jahr 2011 wurde zunächst ein beschleunigter Windkraftausbau beschlossen. Durch die 2014 eingeführte 10H-Regelung muss dieser in absehbarer Zeit nun fast vollständig zum Erliegen kommen, da durch den verpflichtenden Abstand der zehnfachen Gesamthöhe von Windkraftanlagen zur Wohnbebauung kaum mehr Flächenpotenzial für den Neubau von Windenergieanlagen verbleibt. Nina Hehn und Manfred Miosga beschreiben ausführlich die Folgen und setzen sich mit den kommunalplanerischen Möglichkeiten zur Umgehung der 10H-Regelung auseinander. Nähere Informationen zum Themenheft der „Informationen zur Raumentwicklung“ zu den Ausbaukontroversen bei der Windkraftnutzung finden Sie hier.

 

Gleichwertige Lebensverhältnisse in Bayern – Dauerhafte Aufgabe für Landesentwicklung und Kommunen angesichts anhaltender räumlicher Disparitäten

Gleichwertig_FESDie Regionalentwicklung in Bayern ist durch ein Nebeneinander von wachsenden und schrumpfenden Räumen geprägt, wobei die Auswirkungen des demographischen Wandels sozioökonomische Disparitäten noch verschärfen. Die daraus resultierenden Herausforderungen – beispielhaft seien die Sicherung der Daseinsvorsorge oder Infrastrukturprobleme genannt – können von den Kommunen nicht alleine bewältigt werden. Vor diesem Hintergrund wird die jüngere Landesentwicklungspolitik in Bayern in einer jüngst veröffentlichten Studie von Professor Manfred Miosga für das BayernForum der Friedrich-Ebert-Stiftung kritisch bewertet. Manfred Miosga entwickelt regional- und strukturpolitische Handlungsempfehlungen, wie gleichwertige Lebensverhältnisse in Bayern hergestellt werden können. Die Studie kann hier kostenlos heruntergeladen werden.

 

 

 

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